2009 an der Angel

20091

Jingle Bells

Wenn Mikrowellen-Öfen ein Liedchen singen. Jingle Bells auf Mikrowellisch:

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Taxi macht Zwischenhalt


Jeder Taxifahrer steht mal an einer Kreuzung, an der er sich für eine Richtung entscheiden muss. Würde er geradeaus fahren, würde er vielleicht in einem Blumenladen oder - etwas poetischer - auf einem Blumenfeld landen.
Taxipluto fliegt seit März 2007 von Kuriositäten zu gesellschaftspolitischen Themen, von wissenschaftlichen Neuentdeckungen zu philosophischen Tiefgängen. Alles in allem eine interessante Reise, die nun einen Unterbruch erfährt.

Das Taxi ist ein wenig flügellahm geworden und könnte einen Werkstattbesuch gebrauchen. So fügen sich die Dinge auch für einen Taxifahrer meist gut, wenn er dem Klang seines Motors lauscht und die richtigen Schlüsse aus einem Klacken, Schleifen oder Zischen zieht. Bis irgendwann.

Patrick, Taxipluto

Blog Action Day 2008 - Armut


Der Begriff Armut soll für einmal mit etwas mehr Distanz betrachtet werden. Natürlich ein Luxus, den sich nur jemand leisten kann, dem es relativ gut geht und der keine existentiellen Probleme hat. So, wie es leider bei Opfern der Hypothekenkrise der Fall ist.

Aktueller Bezug - Hypothekarkrise USA
Dass der Begriff Armut dieser Tage eine Bedeutung neuen Ausmaßes bekommen würde, hätten sich die Themengeber des Blog Action Day 2008 wohl nicht gedacht. Obwohl die Finanzkrise durch die pausenlose Berichterstattung in den Medien für viele bisher nur ein abstraktes Gebilde war, wird sie früher oder später auch für jeden Einzelnen von uns konkrete Auswirkungen haben. Welche sie in den USA heute schon hat, zeigen anschaulich Bilder von Zeltstädten, in denen Menschen wohnen, die durch die Hypothekarkrise ihr Eigenheim verloren haben. Darüber ist bei der Anti-Eviction Campaign ein interessanter Bericht nachzulesen. Traurig ist, dass auf öffentlichen Druck diese Zeltstädte auch schon wieder aufgelöst werden. Nicht einmal das Wenige bleibt den Betroffenen noch. The FreeMarketMan hat über die Zeltstädte in Kalifornien Videos gepostet. (Bild: Scott Sady, AP)

Armut - Mangel an etwas
Armut als Bezeichnung eines Mangelzustandes kann sich auf unterschiedliche Dinge beziehen. Sowohl auf solche größerer als auch kleinerer Wichtigkeit - Objekte materieller oder geistiger Natur. Unter den äußeren Dingen haben solche, die die Grundbedürfnisse abdecken, vorrangige Bedeutung. Diese werden durch Dinge ergänzt, die zu einem höheren oder tieferen Lebensstandard beitragen.
Die Abdeckung der lebensnotwendigen Grundbedürfnisse steht am unteren Ende der Skala; nach oben hin ist sie offen (?). Mangel bezeichnet einen relativen Zustand. Eine absolute Umschreibung der Bezeichnung Armut gibt es nicht. Die Feststellung eines Mangelzustands ist individuell und momentan. Zustände wie Hunger, Trauer oder Lustlosigkeit entstehen nur in Bezug zu einem geistigen Bewusstsein, das sie wahrnimmt. > weiterlesen ‘Blog Action Day 2008 - Armut’

Blog Action Day kommt


In drei Tagen ist es wieder soweit: am 15. Oktober 2008 wird der 2. Blog Action Day ins Netz geschickt. Noch ist Zeit zum anmelden und mitmachen. Das Thema dieses Mal: Armut - dazu sollte doch bestimmt jedem etwas einfallen!

Palin sucht, Auster findet

Suche nach der Antwort
Wie es im Kopf von Sarah Palin aussieht, weiss ich nicht. Ich kann es nicht wissen aber anhand ihrer Debattierkunst (vorhanden?) vielleicht einige Rückschlüsse ziehen. Aden hat Palins verzweifelte Suche nach einer guten Antwort in einem Flussdiagramm dargestellt. Wenn es in ihrem Kopf tatsächlich so abgeht, muss man wirklich, wirklich, wirklich Angst haben…

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Die Antwort gefunden
Wer sich für amerikanische Politik interessiert, dürfte Freude an Paul Austers neuem Roman haben. Darin zeichnet er ein Amerika, das vor acht Jahren anstelle von George W. Bush den demokratischen Anwärter Al Gore gewählt hat. Dazu ist ein interessantes Interview mit dem Schriftsteller in der NZZ vom 4.10.08 nachzulesen.
(Bild: Piktor08)

Karton überwacht alles

Früher gab’s in unserer Schule Bastelbögen. Da konnte man Burgen, Schiffe und sonst noch allerlei Gerätschaften in Miniatur zusammenbauen. Ausschneiden, zusammenkleben und auf den Schreibtisch stellen. Und wenn einen das Ding allzu sehr nervte, irgendwann in dramatischer Inszenierung abfackeln.

Auch heute gibt es die Dinger noch. Und noch mehr im Netz davon. Hier eine kleine Auswahl an Gitarren, sinkender Schiffe, komischer Helden oder einem, dessen Magen sich umdreht. Etwas aus dem Rahmen fällt die Überwachungskamera. Passt aber gut zur kürzlich vorgestellten Kollektion von Karton-Lochkameras (s. Wunderpilze 0003). Und natürlich auch nicht zu vergessen die Readymechs (s. Bericht).

Pony rettet die Schweiz

Da hat man ein Pony und bekommt es nicht in den neuen Niederflurbus. So ein Ärger aber auch. Die arme Conny bringt ihr Pony nicht in den Bus. Mit einem schrägen Text von Gabriel Vetter, filmisch umgesetzt von Robert Pohle und Martin Hentze. Am Ende kann die Schweiz froh sein, dass es ein Pony und nicht ein Bär ist.


Der Conny ihr Pony from robert pohle on Vimeo.
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Zufriedenheit

Mehr ist nicht mehr,
Weniger nicht weniger,
Genug ist was ist,
Zuwenig Unzufriedenheit.

Mehr kann immer sein,
Muss es aber nicht.
Mehr ist nicht mehr,
Weniger nicht weniger.

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    Caroline Woolard
    Sie bewegt sich in den Strassen, stellt Beziehungen zwischen Menschen und Gegenständen her und bringt Objekte in einen neuen Kontext. Sehr gut gefällt mir das Origami Teeritual mit einem Tisch ohne Beine. Aber seht selbst im Video hier:

    Demakersvan - Dutch Design House
    Das Alte nicht verwerfen aber sich mit dem Neuen auseinandersetzen. Anecken, aufrütteln und hinterfragen. Gutes Beispiel für diese Denkweise ist das Projekt Lace Fence. Poesie und Verspieltheit treffen hier auf industriell gefertigte Serienproduktion.

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